Die richtige Auflösung beginnt beim Inhalt
Über viele Jahre haben wir erlebt, dass Filme von Agenturen technisch nicht immer optimal zur eingesetzten LED-Wand passen. Häufig betreffen die Abweichungen das Bildformat, die Framerate, die Geschwindigkeit der Inhalte oder die tatsächlich benötigte Pixelauflösung. Besonders bei individuellen LED-Formaten auf Messeständen lohnt es sich, diese Punkte frühzeitig festzulegen.
Welche Auflösung wird vor Ort benötigt?
Entscheidend ist, wie fein der Inhalt dargestellt werden soll und aus welchem Abstand Besucher die LED-Wand betrachten. CAD-ähnliche Darstellungen, kleine Schriften und feine Produktdetails benötigen in der Regel eine höhere Auflösung als ruhige, großflächige Bildwelten.
Ein Pixelpitch von 1,8 mm ermöglicht bei einem Abstand von etwas mehr als drei Metern ein nahezu strukturfreies Bild. Für hochwertige Messeanwendungen bevorzugen wir deshalb häufig Systeme unter 2 mm Pixelpitch.
LED-Module und natives Pixelmaß
Ein Beispielmodul mit 256 × 256 Pixeln und etwa 465 × 465 mm lässt sich nur als vollständiges Modul einsetzen. Für einen Full-HD-Inhalt mit 1.920 × 1.080 Pixeln ergeben sich horizontal 7,5 Module. Da keine Halbmodule eingesetzt werden, wird auf acht Module und damit auf 2.048 Pixel aufgerundet.
In der Höhe entsprechen 1.080 Pixeln rund 4,22 Modulen. Je nach gewünschtem Seitenverhältnis sind vier Module mit 1.024 Pixeln oder fünf Module mit 1.280 Pixeln möglich. Eine häufig sinnvolle Konfiguration sind acht mal vier Module mit einer nativen Auflösung von 2.048 × 1.024 Pixeln und einer Baugröße von etwa 3,72 × 1,86 Metern.
Das richtige Format für die Agentur
Das endgültige native Pixelmaß sollte der Content-Agentur vor der Produktion mitgeteilt werden. Sie kann den Film exakt in diesem Format anlegen oder vorhandenes Full-HD-Material passend skalieren und beschneiden. So entstehen keine unnötigen Verzerrungen und die gesamte Fläche wird sauber genutzt.
Framerate: bei Bewegung möglichst 60p
Bei schnellen Schnitten, Kamerafahrten oder bewegten Produktdarstellungen empfehlen wir eine Produktion mit 60 Vollbildern pro Sekunde. 30p kann bei sehr ruhigen Szenen funktionieren, wirkt bei Bewegung auf großen LED-Flächen jedoch häufig sichtbar ruckeliger.
Die technische Anpassung kann durch Ihre Agentur erfolgen. Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei Pixelmaß, Seitenverhältnis, Skalierung, Framerate und der LED-gerechten Aufbereitung vorhandener Inhalte.